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Jetzt aber: Album des Jahres!

Zugegeben: der “Fair To Midland” Track meines letzten Eintrags haut mich wirklich, wirklich um. Das wird ganz gewiss der Song des Jahres sein. Aber das Album “Arrows & Anchors” kann dann doch nicht an den beängstigend guten Vorgänger “Fables Of A Mayfly: What I Tell You 3 Times Is True” anknüpfen. Es ist zweifellos ein tolles Album, aber versprüht irgendwie nicht die Magie des Vorgängers.

Für mich etwas überraschend haben die Jungs von “Thrice” allerdings auch schon wieder ein Album veröffentlicht. Und wie alles, was ich bislang von “Thrice” kenne, so gilt auch hier: Wow! Ihr aktuelles Werk “Major / Minor” besticht über alle elf Songs hinweg über eine tolle Qualität. Es gibt hier nicht DEN Hit auf der Platte, aber dafür ein annähernd gleich bleibend hohes Niveau. Und das ist’s dann auch, weswegen ich die aktuelle “Thrice” noch höher einschätze als den tollen “Fair To Midland” Output.

Vielleicht DAS Album des Jahres 2011?!?

Wo ich doch gerade schon mal dabei bin .. wenn mich nicht alles täuscht, kommt in ziemlich genau einem Monat das neue Album der Band “Fair To Midland” raus. Deren bis dato noch aktuellstes Werk “Fables Of A Mayfly: What I Tell You 3 Times Is True” hat mich Ende 2008, als ich auf die Band aufmerksam wurde, sowas von umgehauen, dass es eine wahre Freude war. Ungelogen: von allen Alben, die ab 2000 in meinen Besitz wechselten, hat die “Fables …” einen Platz in den Top 3 sicher.

Nun also ein neues Album. Und wenn alle Songs im ähnlichen Stil wie “Musical Chairs” (die Vorab-Single) gehalten sind, dann steht ein Album vor der Tür, daß musikalisch auf gleicher Wellenlänge wie der Vorgänger liegt und gute Chancen hat, dieses Jahr auf meinen Thron zu  erklimmen.

Ich bin ja so gespannt!

Vielleicht DAS Album des Jahres 2010?!?

Vor einem Jahr hatte ich schon längst meine liebsten Alben des Jahres 2009 hier notiert. Für 2010 fehlt mir die Auflistung noch. Und ich glaube, ich lass es auch dabei, denn so herausragend wie die 2009er Alben hat mir kein Album 2010 gemundet.

Aber nun habe ich immerhin das Gefühl, dann doch noch ein überragendes Album des Jahres 2010 gefunden zu haben. Der Künstler nennt sich “The Tallest Man On Earth” und begeistert mich mit jedem Durchlauf des Albums “The Wild Hunt” durch eine wunderbare Aneinanderreihung von kleinen Perlen.

Das Album vom schwedischen Singer-Songwriter Kristian Matsson, der sich hinter dem Künstlernamen versteckt, ist auf Gesang und Gitarre (beziehungsweise Piano auf dem letzten Track) reduziert, kommt gänzlich ohne weitere Instrumente aus und erinnert stark an den frühen Bob Dylan.

Kurz und gut: ein Hammeralbum, nur leider etwas kurz mit einer Spielzeit von knapp 35 Minuten. Etwas mehr hätte es ruhig sein können, scheint der gute Mann doch das Talent zu haben, Hit nach Hit aus dem Ärmel zu schütteln.

Immer der falsche Augenblick ..

Ich habe verflixt lange nichts mehr zum 1. FC Köln geschrieben. Genau genommen ist es jetzt über ein Jahr her, daß ich mich über den Verein, den ich doch so sehr liebe, ausgelassen habe. Warum diese lange Pause? Nun, ich wartete auf den richtigen Augenblick. Auf einen Moment, bei dem ich weiß, daß das, was ich schreibe, auch eine Woche nach dem Schreiben noch Bestand hat. Diesen Moment gab es aber nie.

Gleich in der ersten (!) Minute der Saison 2010/2011, am 21. August 2010, sah der Captain Dodo Rot.  Der Kicker betitelte später den Artikel zum Spiel “Mohamad sieht schnellste Rote Karte der Bundesliga-Geschichte”. Schlimmer konnte die Saison nicht anfangen. Niederlage im ersten Spiel, nach tapferer Gegenwehr. Die nächsten drei Spiele spielte der FC entsprechend geschwächt, verpatzte den Ligastart und kam auch, also Dodo wieder in die Startelf zurückkehrte, auf keinen grünen Zweig. Mir war nicht nach Schreiben zumute.

Dann kam die Zeit von Frank Schäfer, der den erfolglosen Trainer Soldo ablösen sollte. Nach einem erfolgreichen Auftakt unter seiner Führung kam es nach wenigen Spieltag zum Debakel daheim gegen Gladbach. Es setzte ein 0-4 im eigenen Stadion. Mir war nicht nach Schreiben zumute.

Danach ging’s zwar halbwegs aktzeptabel weiter, aber mit dem Jahresausklang, dem DFB Viertelfinale gegen den Zweitligisten Duisburg, das 1-2 endete, versaute mir die Mannschaft die Winterpause. Und ich durfte mir das Debakel auch noch live im Stadion angucken. Mir war nicht nach Schreiben zumute.

Die Rückrunde begann aber furios. Es gelang der Truppe um den allseits beliebten Schäfer, sieben (!) Heimspiele am Stück erfolgreich zu gestalten. Eine superbe Bilanz, das RheinEnergieStadion wurde zur Festung. Okay, in den Auswärtsspielen ging zwar so ziemlich alles schief, was schiefgehen kann, aber allein mit den drei Punkten aus dem Heimspielen arbeitete sich der FC töfte nach oben in das Mittelfeld der Tabelle. Ich hatte die Hoffnung, dass diese Heimspielserie hält und hält und hält und wollte zwischendurch keine Jubelarien hier absondern. Mir war nicht nach Schreiben zumute.

Nun, diese wunderbare Tabellensituation hat sich der FC in den letzten drei Spielen komplett zerstört und gleich dreimal gegen Teams, die im Abstiegskampf stecken, verloren. Dabei sogar durchweg hoch verloren. Und so steckt der FC dann wieder selbst im Abstiegskampf. Und jetzt ist’s auch egal, jetzt schreibe es also auf.

Drei Spiele sind’s noch, dann ist die Saison vorbei. Heute nahm Coach Schäfer freiwillig seinen Hut, Sportdirektor Finke nimmt jetzt dreimal auf der Trainerbank Platz. Es ist eine kranke Situation. Mit Schäfer hatte der FC einen Trainer, der von Spielern und allen Fans extremst geschätzt war. Aber dieser alte Fuchs Finke mischte sich, wie man so liest, in’s Training ein, auch in die Manschaftsbesprechungen, und allem Anschein nach ließ er auch keine Gelegenheit aus, nach Niederschlagen schlecht über Schäfer zu reden. Daß gerade der Intrigant und bei Fans (und Spielern?) nicht sehr beliebte Finke nunmehr den Trainer macht, das kann eigentlich nicht gut gehen.

Und so sehe ich den FC, der noch auf 14. Platz steht, in großer Gefahr, am Ende noch auf Rang 16 abzurutschen (Platz 17 und 18 sind dann vielleicht doch etwas zu weit weg). Und dann geht’s in die Relegation. Und ob da die Wende zum Guten passiert .. ich weiß ja nicht.

Eine doofe Saison. Ich kann aber nicht verhehlen, dass ich in dieser Phase der sieben gewonnenen Heimspiele am Stück ein fast nicht mehr gekanntes Glücksgefühl in Bezug auf den FC verspürte. Aber der Verein schafft’s dann doch stets, mich wieder auf den Boden zu holen.

Ein Witz

Drei Männer spazieren durch den Wald. Plötzlich macht es neben ihnen *wuuuuusch” und eine Fee erscheint. Mit einer engelsgleichen Stimme sagt sie: “Heute ist der glücklichste Tag eures Lebens. Jeder von euch hat drei Wünsche frei.” Die Männer jubeln, und der erste sagt auch gleich seinen ersten Wunsch: “Ich wünsche mir eine tropische Insel für mich ganz allein. Natürlich mit Quellen und Wäldern mit Tieren, die ich jagen kann, wenn mir nach Abenteuer ist; mit den besten und süßesten Früchten, die es überhaupt gibt.” *zack* – Wunsch erfüllt.

Sagt der zweite: “Ich hätte gerne eine noch coolere Insel. Mit mehr Tieren, mehr Quellen und besseren Früchten!” *zack* – Wunsch erfüllt.

Sagt der dritte: “Ich will, daß sich mein rechter Arm immer rauf und runter bewegt.” Die Fee kratzt sich am Kopf, aber Wunsch ist schließlich Wunsch, und so geht auch dieser in Erfüllung.

Eine Woche später treffen sich die drei Männer an der gleichen Stelle wieder für den zweiten Wunsch und es dauert auch nicht lange, bis die Fee wieder erscheint.

Der erste Mann ruft sogleich: “Ich hätte gerne eine Frau. Und zwar nicht irgendeine, sondern die schönste Frau, die ich mir vorstellen kann. Natürlich mit großen, wohlgeformten Brüsten, schönes Gesicht, Arsch, Beine, versteht sich ja von selbst. Außerdem soll sie eng sein und ein bisschen versaut, sie soll gut kochen können, und putzen und so. Du verstehst, was ich meine.”

Die Fee nickt und *zack* – Wunsch erfüllt.

Sagt der Zweite: “Hehe, ich hätte gerne eine noch geilere Frau. Mit schöneren Brüsten, Beinen, Arsch etc. und die besser kochen und putzen kann!” *zack* – Wunsch erfüllt.

Sagt der Dritte:  “Ich will, daß sich mein linker Arm immer rauf und runter bewegt.” Die Fee wundert sich wieder, sagt aber nichts und erfüllt auch diesen Wunsch.

Eine Woche später treffen sich die drei abermals an der selben Stelle, um den dritten Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen. Nach einigen Momenten erscheint die Fee wieder und der erste Mann sagt: “Ich wünsche mir Luxus für mich und meine Frau: Autos, Fernseher, Internet, 50 EUR auf Partypoker, einfach alles, was das Herz begehrt. Natürlich auch eine absolut luxuriöse Einrichtung für mein Haus und soviel Geld, wie ich nur ausgeben kann.” *zack* – Wunsch erfüllt.

Sagt der Zweite: “Ich hätte gerne noch mehr Luxus. Mehr und schnellere Autos, eine bessere Internetverbindung, 150 EUR auf Partypoker, die bessere Inneneinrichtung für mein Haus und noch viel mehr Geld auf meinem Konto.” *zack* – Wunsch erfüllt.

Sagt der dritte:  “Ich will, daß sich mein Kopf immer rauf und runter bewegt.” Die Fee hüstelt, enthält sich aber des Kommentars und erfüllt den Wunsch.

Eine Woche später treffen sich die drei Freunde noch einmal um über ihr Glück zu sprechen. Sagt der erste: “Boah, Leute, ihr glaubt nicht wie toll das ist. Ich habe das tollste Haus, das es gibt, zahle keine Steuern auf meiner Insel, kann den ganzen Tag pokern, habe Luxus, alles was ich mir wünschen kann und eine unglaubliche Frau!”

Der Zweite lacht nur verächtlich und meint: “Pah, ich hab das viel bessere Haus als du. Steuern werden an mich entrichtet, ich bin winning Player auf NL1000, kann mich vor lauter Luxus gar nicht entscheiden, was ich jetzt lieber tun würde und meine Frau ist der absolute Oberhammer im Bett und in der Küche.

Sagt der Dritte: “Verdammt, ich hab mir voll den Scheiß gewünscht!”

Spaß mit einem Betrüger ..

Vor 9 Tagen, es war ein Samstag, fiel mir beim Blick auf mein Konto auf, dass am Tag zuvor ein Betrag von 14,27 EUR von einem deutschen Webhoster abgebucht wurde. Mit Kundennummer und Rechnungsnummer waren alle Details der Abbuchung leicht zu erkennen, nur: ich bin nicht Kunde dieses Webhosters.

Direktamente rief ich beim Support an und erfuhr, dass ich die Domain “[xx-xxx.com]” gebucht habe. Nur dumm, dass ich selbst davon nichts wusste. Der freundliche Mitarbeiter riet mir, einen Blick auf checkdomain.com zu werfen, um die weiteren Details der Domain-Registrierung zu erfahren. Und tatsächlich: dort stand als registrierte Person ein gewisser Andre Wilms, allerdings aus dem mir völlig unbekannten Ort Kumanovo in Mazedonien, und auch mit einer Email-Adresse, die nicht mir gehört. So versicherte ich dem Support Mitarbeiter, dass nicht ich das bin, der die Seite registriert hat. Vielmehr erklärte ich ihm, dass ich offensichtlich Opfer eines Bankbetrugs geworden bin. Jemand kam irgendwie an meine Bankdaten in Verknüpfung mit meinem Namen und machte sich einen Spaß daraus, auf meine Kosten eine Domain zu hosten. Der Mitarbeiter des Webhosters riet mir, die Abbuchung zu widerrufen und dem Webhoster eine Mail mit dem Vorfall zu schreiben. Gesagt getan.

Nun wusste ich immerhin die Email-Adresse des Betrügers und schickte diesem direkt eine kurze, aber eindeutige Email:

“Hey please stop using my name and bank account details.Thanks
Andre”

Und tatsächlich, nach zwei Tagen bekam ich eine Antwort:

“Sorry but i dont use your bank account
Thanks”

Hmm .. sollte sich etwa jemand einen Spaß daraus gemacht haben, die Person hinter der Email-Adresse und mich gleichzeitig zu betrügen? Noch einmal rief ich beim Webhoster an und erfragte, wie denn eine Registrierung bei denen so funktioniert. Ganz einfach: der Neukunde bekommt eine Email mit einem Link zu einer Aktivierungsseite, auf der er ein Passwort eingeben muss, dass ihm der Post zugestellt wird. Damit war klar: Email-Adresse und postalische Anschrift gibt es wirklich, und der Betrüger hat von beiden Medien gebraucht gemacht, um die Seite, die ja nun schon online war und ein rein Flash-basiertes Forum darstellte, lebendig werden zu lassen.

Mit diesem Wissen mailte ich dem Betrüger eine weitere Email und hakte nach. Ob er denn die Domain registriert hätte, und dass es ziemlich doof für mich ist, dass nun meine Bankdaten da mit im Boot wären. Schon bald kam die Antwort:

“Yes i register this domain? so what is problem you are not only you in this world with ANDRE WILMS name, and im not from Mazedonia, is just fake adress and dont send to [the webhoster] e-mail they not care hope u understand me.!”

Ahso. Der Betrüger heißt also auch Andre Wilms. Seltsam aber, dass der Name, der zur Email verknüpft ist, auf einen “Ronald F. ” am anderen Ende der Leitung schließen lässt. So hakte ich wieder nach:

“I’m just worried because [the webhoster] used my (!) bank details and wanted 14,27 EUR from me (!) although you (!) registered this domain. So, please answer this question: What bank details have you given to [the webhoster] when you registered this domain? Your bank details, or no bank details at all? I’m trying to find out why they think they can use my (!) bank details.”

Und wieder kam die Antwort recht fix:

“All right :) i will not give to much info this is my job i find it in internet your kontonummer and blz i acidentaly use ur account. cuz i have to much in txt document many konto..and i think are fake konto ,  why u send to [the webhoster] email now my server is suspended i wast time for this .. look the attachments, im sorry bro so your 14,27 euro is back”

Hier musste ich tatsächlich laut lachen. Die Frage nach der Motivation meines Kontaktes zum Webhoster bei gleichzeitiger Beschwerde, er hätte jetzt Zeit verloren, zeugt dann doch von einem recht interessanten Rechtsverständnis.

Der erwähnte Anhang war ein Screenshot von seinem Rechner, der meinen Namen und meine Bankdetails im Klartext in einem Textdokument zeigt. Über und unter meinem Namen standen noch weitere Namen mit Bankdetails. Zumindest die Kontonummern der anderen Personen hatte er jedoch geschwärzt. Na immerhin.

Ich schrieb ihm zurück, wollte einfach erfahren, woher er denn nun meine Bankdaten kennt. Und schrieb ihm auch, dass er da ein gefährliches Spiel treibt, immerhin war ja die Anschrift in Mazedonien echt und auch seine Emails, der er mir schickte, wurden über die mazedonische Telekom in Skopje gesendet.

Seine Antwort überraschte mich:

“I say im sorry in the last email, listen be careful what u download cuz you pcc is infected with some trojan better format it , i was give u help ok  im not from macedonia i use proxy everyday dont worry the website is suspended now”

(Alle Anwort-Emails ab dieser kamen dann übrigens von deutschen IP-Adressen – er hat also gelernt!)

Mein PC infiziert? Trojaner? Prompt ließ ich mehrere Antiviren Scanner und Spybot Searcher laufen. Mit dem mageren, aber letzten Endes beruhigendem Ergebnis, dass mein Rechner absolut sauber ist. Ich wüsste auch nicht, woher ich mir einen Trojaner eingefangen hätte. Ich tummle mich nicht auf dubiosen Tauschbörsen, klicke nicht auf ausführbare Dateien, die mir in Emails zukommen, etc. – ich bin seit 1994 online und habe ein recht gutes Gespür für vermeintliche Online – Gefahren. So fragte ich meinen neuen Email-Freund, ob er mir den vermeintlichen Trojaner untergespielt hätte. Er verneinte direkt:

“No i not have, today have alot of warez site who share information of bank account etc.”

“Warez Site”? Meine Bankdaten schafften es auf “warez sites”? Ich war baff, googelte direkt nach meiner Kontonummer und war schockiert: es gab kaum Treffer, aber der erste in der kurzen Liste führte auf einen Server in Thailand, auf dem die Datei “wilms-bottrop.html” lag. Und zumindest die Google Trefferliste, die stets zwei Zeilen Text zum Treffer spendiert, listete meinen Namen, die Kontonummer und die Bankleitzahl auf. Die Seite hinter dem Link gab es jedoch schon nicht mehr. Und mittlerweile spuckt die Google Suche nicht mal mehr diese Seite als Treffer aus. Aber egal: meine Bankdaten machten sich selbständig, und ich habe keinen Schimmer, wo der Beginn ihrer Reise war.

Natürlich habe ich einen Online-Shop im Verdacht. Ich bin Amazon Kunde, und ich habe ein Ebay Profil. Nur zwei Online Firmen, denen ich meine Bankdaten anvertraue. Bei mir nicht bekannten Online-Händlern baue ich lieber auf Lieferung per Nachnahme, aber es gibt neben den beiden großen Playern durchaus noch ein paar weitere Online Shops, denen meine Bankdaten bekannt sind. Hier vermute ich ein Leck.

Mit dem Betrüger habe ich seit ein paar Tagen keinen Kontakt mehr. Über den Titel der Webseite, die ein paar Tage unter meinem Namen lief, fand ich per Google Suche ein verdächtiges Profil irgendwo im Netz. Nach diesem Profil zu urteilen ist der Betrüger 23 Jahre, Single und Albaner, der in Mazedonien wohnt. Und er spricht etwas niederländisch. Tja .. wahrscheinlich wurde ihm die Sache etwas unheimlich, als ich ihm in meiner letzten Email an ihn direkt fragte, ob er zufällig 23 Jahre alt ist. Jedenfalls ist seitdem Ruhe. :)

Der Webhoster meldet sich auch nicht mehr. Der Kontakt mit den Leuten von deren Support gestaltete sich zunehmend schwierig, weil sie ohne Versicherung an Eides Statt meinerseits den Vertrag am Leben halten wollten und davon ausgehen müssen, dass ich tatsächlich die Person bin, die die Domain registriert hat. Nun riss mir der Geduldsfaden, ich verlangte nach der Abteilungsleitung des Teams Auftragsmanagement, schickte die Email in Kopie an die Rubrik “Vorsicht Kunde” des c’t Magazins; eine Rubrik, die sich um störrische Firmen im IT-Sektor kümmert. Das hat dann auch gesessen. Die nächste Email des Webhosters kam tatsächlich von der Abteilungsleitung. Und dem Wortlaut der Email nach haben sie eingesehen, dass ich – auch ohne Versicherung an Eides Statt – nicht derjenige bin, der diese Domain registriert hat. So bat ich sie im Anschluss daran, meine Bankdaten aus ihrem System zu löschen. Auf eine Antwort seitens des Webhosters warte ich heute noch. Und so muss ich davon ausgehen, dass meine Bankdaten jetzt an einer weiteren Stelle gespeichert sind. Na prima.

Kapstadt – das Tagebuch

So ganz faul war ich meiner bloglosen Zeit dann doch nicht. So habe ich mein Kapstadt Tagebuch wieder reanimiert. Kapstadt Tagebuch? Jo, Kapstadt Tagebuch. Von Heiligabend 2004 bis Mitte Januar 2005 verbrachten meine Frau und ich Flitterwochen in der schönsten Stadt der Welt. Jeden Tag machte ich ein paar Fotos, schrieb mir abends kurz ein paar Stichwörter auf einen Zettel und werkelte Anfang 2005 dann wieder daheim an einem kleinen Tagebuch auf meiner Webseite.

Dieses Tagebuch verschwand im Zuge der Umstellung auf Wordpress. Aber nun, da die Fotos Seite wieder online ist, war’s an der Zeit, die Seiten wieder online zu stellen.

Hier ist der Link.

Lebenszeichen

Es ist mittlerweile Ewigkeiten her, dass ich hier etwas geschrieben habe.

Anfang September war ich kurz grippekrank, und exakt seit dieser kurzen Grippe begleiteten mich ständige Kopfschmerzen bis weit in den Oktober hinein. Alle Vermutungen, was denn die Ursache dieser Kopfschmerzen sein könnte, blieben ungeklärt. Selbst eine Computer-Tomographie gab keinerlei Hinweise auf die Quelle der Schmerzen. Dumme Sache, das. Nun denn, Anfang Oktober hatte ich eine Woche Urlaub, und in dieser Zeit wurde es täglich besser, nach Wiederaufnahme der Arbeit dann kurzzeitig wieder schlechter, aber mittlerweile, glaube ich, habe ich die Sache im Griff.

Stress wird’s gewesen sein, da bin ich mir relativ sicher. Die Ergebnisse eines Bluttests unterstreichen meine Vermutung. So habe ich mir also vorgenommen, mein Leben etwas umzustellen. Etwas weniger Stress, etwas mehr Phasen der Erholung. Die Neuanschaffung eines gediegenen Sennheiser Kopfhörers, mit dem ich es mir ab und zu auf der Couch bequem mache, hilft mir bei der Geschichte. Ich muss aber zugeben: Verdammte Axt, wie schwer fiel es mir anfangs, ein mir gut vertrautes Album am Stück zu hören ohne (!)  nebenbei einer anderen Beschäftigung nachzugehen. Mittlerweile geht’s ganz gut, ich kann mich wieder fallen lassen, aber das erste Album unter dem Kopfhörer war eine harte Belastungsprobe :)

So, Musik .. 2010 ist fast schon wieder rum. Viele Alben kaufte ich auch dieses Jahr noch nicht, aber eine Neuentdeckung macht dieses Jahr auf jeden Fall zu einem guten Jahr. Die Band heißt “The Gaslight Anthem” und ihre Musik ist nichts Spektakuläres, alles gab’s schon mal in dieser oder jenen Form, aber die Art, wie die Band recht schnörkellosen leicht Punk-lastigen melodischen Rock zelebriert, dabei hier und da entschieden an Bruce Springsteen erinnert, das klingt schon ziemlich, ziemlich gut. Beispiel gefällig? Hier, zwar schon zwei Jahre alt, aber bis dato mein liebster Track der Band.

The Black Crowes – Croweology

Als ich irgendwann vor vielen Wochen erfuhr, daß die Black Crowes zum Abschied (hoffentlich nicht für immer) eine US Tour und ein akustisches Best Of Album, war ich tottraurig und erfreut zugleich. Traurig, weil ich die Band bis heute nicht einmal live gesehen habe und mir noch viele, viele Alben erhofft habe, und erfreut, weil die Black Crowes akustisch sicherlich ein Megahighlight sein würden.

Die Doppel CD, Croweology, ist jetzt auf dem Markt und ist vielleicht DAS Album 2010. Die Songs versprühen eine Erdigkeit, extreme Lässigkeit und unendlich viel Soul. Hier passt einfach alles, wirklich ALLES.

So manchmal könnte ich mir in den Allerwertesten beißen, die Musik der Crowes nicht öfter zu hören. Mit dem Debut “Shake Your Money Maker” eroberten sie 1990 mein Herz im Sturm, aber nach “The Southern Harmony and Musical Companion” anno 1992 habe ich sie etwas aus den Augen verloren. Warum das so war, weiß ich gar nicht mehr. Auf jeden Fall darf ich noch manche Alben aus ihrer Diskographie nachholen. Cool könnten auch die Soloalben von Chris Robinson sein, die man zwar bei Amazon.de schwer und nur überteuert ergattern, aber immerhin in den Staaten über Amazon.com halbwegs günstig bekommen kann. Vielleicht finden sich die Crowes ja irgendwann in ein paar Jahren wieder zusammen, wenn ich erstmal alle mir noch fehlenden Alben nachgekauft habe und auswendig kann.

Fotos!

Hey, ich hab’s dann doch geschafft. Nach dem Sylturlaub vor wenigen Wochen fand ich endlich genügend Motivation, mir eine eigene kleine Fotos Seite zu basteln. Schon vor dem Urlaub fand ich diverse Webseiten, die perfekt demonstrieren, was mit aktuellem HTML, CSS und Javascript möglich ist. Ein paar dieser Demonstrationen wollte ich unbedingt mal für eine eigene Seite nutzen, und so war ich eh motiviert, etwas Nettes zu gestalten. Die Idee mit der Fotos Seite lag dann irgendwie auf der Hand.

So denn .. guckt mal rein! Viel Spaß!



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