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Ein Verfahren? Gegen mich? Huch!

Meine Frau staunte gestern nicht schlecht, als sie ein an mich adressiertes Schreiben der Staatsanwaltschaft Dortmund aus dem Briefkasten fischte. Sie öffnete den Umschlag und war ziemlich baff, als sie las:

Ermittlungsverfahren gegen Sie
Tatvorwurf: Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort

Sie rief mich direkt im Büro an und überraschte mich mit der Neuigkeit, daß dieses Verfahren gegen mich eingestellt wurde – mir war bis dato gar nicht klar, daß ich mich in letzter Zeit unerlaubt von einem Unfallort entfernt hätte. Auch ein gegen mich laufendes Verfahren war mir nicht bekannt. So rief ich umgehend bei der Staatsanwaltschaft an und hakte unter Nennung des Aktenzeichens nach.

Die nette Dame am Telefon erklärte mir, daß es sich bei diesem Verfahren um meinen Unfall vom 18. März handelte. Ich blickte auf den Kalender. Ein Montag. Hmm.. ich war an dem Tag ganz normal im Büro. Hatte aber keinen Unfall. Sie fuhr fort und erwähnte, daß meine Fahrschülerin doch diesen Unfall hatte, irgendwann morgens, wenn ich mich richtig an das Telefonat erinnere. Fahrschülerin? Jetzt wurde es interessant. Ich bin aber kein Fahrlehrer, polterte es aus mir heraus. Ich komme zwar auf dem Weg zur Arbeit täglich an einer Fahrschule Wilms vorbei, aber allein das Dran Vorbeifahren macht mich ja nicht zu einem Fahrlehrer. Dem stimmte sie zu, aber sie hakte nach.: Ob ich denn der André Wilms im Huser Feld in Herdecke wäre? Ich bejahte, aber als sie mir dann mein vermeintliches Geburtsdatum nannte, musste ich ihr gestehen, daß ich drei Jahre und 19 Tage jünger als der Fahrlehrer bin, mangels Haarausfall aber eventuell doch älter aussehe.

Für die nette Dame am Telefon war der Fall damit erledigt, ich könne den Brief in den Müll werfen. Mich beschäftigen aber immer noch drei Fragen:

  1. Warum haben mich die anderen Schreiben zu dem Verfahren nicht erreicht?
  2. Hat ein Fahrlehrer mit anwesender Fahrschülerin nicht irgendwie Vorbildcharakter und müsste sich anders verhalten?
  3. Habe ich jetzt einen Eintrag in meiner Polizeiakte?

Die dritte Frage habe ich immerhin der Staatsanwaltschaft per E-Mail gestellt, warte aber noch auf die Antwort.

3rd Ear Experience

Auch wenn mein musikalischer Held und Freund Robbi Robb eventuell nie mehr mit einem neuen Tribe After Tribe Album aufwarten wird, so ist er immer noch extrem fleißig! Dieses Jahr kommt er direkt mit zwei Alben eines neuen Projekts um die Ecke: 3rd Ear Experience!

3rd Ear Experience ist eine Band rund um Dug Pinnick (King’s X), Robbi Robb (Tribe After Tribe), Robbi’s Frau Amritakripa und ein paar weiteren Musikern. 2012 wurde gemeinsam ein Album aufgenommen, daß dieses Jahr vermutlich im Juni veröffentlicht wird.  Zu diesem Album habe ich kleine Webseite gebastelt, eine Art EPK (electronic press kit):

http://www.robbirobb.com/thirdearexperience

Im Zuge der Aufnahmen für obiges Album jammten die Dame und die Herren 3 Tage und Nächte lang um die Wette und nahmen auch diese Sessions auf. Und weil die Band mit diesen Sessions so glücklich war und immer noch ist, wurde kurzerhand beschlossen, auch diese Klänge in Form digitaler Downloads verfügbar zu machen:

http://www.cdbaby.com/cd/3rdearexperience

Es sind nur vier Songs, aber allein die Spielzeit von über 76 Minuten deutet an: dies ist keine leichte Kost! Hier werden Sound Collagen geboten, die teils psychedelisch anmuten, teils tribal und erdig, dann wieder sphärisch sind, aber gerne auch mal grooven. Es ist ein musikalischer Trip, der mir überraschend gut gefällt.

Tolles Helferlein

Das ist jetzt hier eher ein Blog Eintrag für mich, quasi als öffentlicher Bookmark. Und zwar bin ich letztens über diesen Color Chooser gestoßen:

http://color.hailpixel.com/

Immer wieder brauche ich so ein Hilfsmittel, um mich für eine Farbe bei der Gestaltung von Webseiten zu entscheiden. Und mit dieser tollen kleine Seite habe ich vermutlich endlich den perfekten kleinen Helfer gefunden. Ich bin begeistert.

Die microm Typologie

Wer statt eines Lebens als Mieter auf Eigentum setzt, der kennt das Problem: das Objekt muss finanziert werden. Was an sich eigentlich kein Problem ist, es sei denn, man gerät in die Welt der microm Typologie.

Was war passiert? Nun, vor etwas über zwei Jahren wollten meine Frau und ich ganz schlau sein und in Erwartung steigender Zinsen für die Baufinanzierung ein sogenanntes Forward-Darlehen abschließen, um uns die damals recht günstigen Zinsen zu sichern. Gut, es kam anders, die Zinsen gingen bis heute bergab, ab das soll nun nicht das Thema sein. Okay, also ein Forward-Darlehen. Der bisheriger Darlehensgeber erwies sich aber seinerzeit als nicht mehr ganz so günstig, und so ließen wir uns über einen anderen Finanzdienstleister Angebote einholen. Es gewann die Volksbank Münster, die unseren bisherigen Darlehensgeber um etwas 0,75% unterbot. Eine stolze Differenz. Und so wollten wir den Deal mit der Volksbank Münster eingehen und reichten alle benötigten Unterlagen fix ein.

Etwas Zeit verging. Und irgendwann bekamen wir den Eindruck, daß uns die Volksbank Münster dann vielleicht doch nicht als Kunden wünscht. Sie stellte sich irgendwie quer. Einen Grund nannte sie uns nicht, aber selbst der Finanzdienstleister schrieb mir irgendwann per E-Mail:

“Und ja, ich habe leider durch die diversen Nachforderungen der Volksbank den Eindruck, daß dieser Partner nicht wirklich an diesem Geschäft interessiert ist.”

Irgendwann verloren wir die Geduld und brachen das Geschäft mit der Volksbank Münster ab. Wenn sie uns nicht will .. was will man machen.

Wochen später schickte uns die Volksbank Münster die eingereichten Unterlagen zurück. Aber mehr als nur unsere Unterlagen. Überrascht fischte ich ein “Liegenschaftsexposé” für unser Objekt hervor. Dieses Exposé wurde bereitgestellt durch die Immo-Check GmbH in Bochum, der spannende Teil, die sogenannte microm Typologie, kommt allerdings von der microm Micromarketing-Systeme und Consult GmbH (weiter unten nur noch als microm GmbH benannt).

Und das stand letzten Endes über uns in dieser Typologie:

Die im Objekt selbst wohnenden Konsumenten sind geprägt durch den microm Typ:

(D14) Nicht modernisierter Altbau

Junge Leute mit extrem geringer beruflicher Qualifikation und sehr schlechter Zahlungsmoral in größeren älteren Häusern; hohes Umzugsvolumen; sehr stark im Osten verbreitet

Huch?!? Ich war schockiert, hatte aber auf einmal Verständnis für die Volksbank Münster. Einen so charakterisierten Kunden würde ich als Bank auch nicht haben wollen.

Ich kontaktierte wenig später die Leute der microm GmbH. Dort wichen zwei Damen auf meine Fragen nach der Einstufung als (D14) aus, waren vielmehr schockiert, daß diese Daten, die nicht für die Kundschaft bestimmt sind, dann doch den Weg nach draußen fanden. Als sich die Damen wochenlang dann gar nicht mehr bei mir meldeten und jede Erklärung schuldig blieben, schrieb ich eine E-Mail an alle Geschäftsführer der Firma. Betreff:

“Rufschädigende Einstufung Ihrerseits”

Und endlich kam etwas Bewegung in die Sache. Zuerst klärte mich einer der Geschäftsführer auf, daß nicht wir persönlich gemeint waren, sondern die Micro-Zelle, in der wir leben. Ich zitiere:

“Microgeographische Daten (kleinräumige statistische Informationen) werden erstellt, weil das Speichern und die Nutzung personenbezogener Daten laut Bundesdatenschutzgesetz BDSG in Deutschland nur sehr eingeschränkt erlaubt ist. Bei der Erstellung microgeographischer Daten, und die Wohnumfeldtypologie der microm ist ein solches Datum, werden zuvor anonymisierte Informationen aus sehr vielen Quellen in sogenannte “Microzellen” eingezählt und als Mittelwert oder als statistische Wahrscheinlichkeit gespeichert. Auf die in diesen Microzellen (mindestens 5 Haushalte) wohnenden Einzelpersonen ist eine Reanonymisierbarkeit nicht mehr möglich und auch nicht zulässig.

Um auf die geforderte Mindestgröße der Microzelle von 5 Haushalten zu kommen, müssen in den meisten Fällen, wie auch bei Ihnen, die Informationen mehrerer Häuser zusammen gefasst werden.”

Also: nicht meine Frau und ich waren mit (D14) gemeint, sondern eine “Zelle” mit uns und vier weiteren benachbarten Haushalten. Diese Zelle bekam die Charakterisierung:

Junge Leute mit extrem geringer beruflicher Qualifikation und sehr schlechter Zahlungsmoral in größeren älteren Häusern; hohes Umzugsvolumen; sehr stark im Osten verbreitet

Nun ging ich also im Geiste meine Nachbarschaft durch. Und ich kam recht schnell zu dem Schluss: Niemand aus meiner Nachbarschaft passt auch nur annähernd auf dieses Profil. Und schon gar nicht in so einer Anhäufung von Haushalten, daß dies in der Einstufung (D14) für die ganze Zelle münden dürfte.

Also hakte ich nach. Und dann bekam ich endlich eine detaillierte Antwort:

“In Ihrem Falle führte insbesondere ein hohes Umzugsvolumen und der KFZ-Besatz in der Mesozelle (überproportional viele Gebrauchtwagen) zu der Zuordnung zu Typ D14.”

Uff! Hier die Fakten: Zum Zeitpunkt der Erhebung der Daten (30.11.2009) waren meine Frau und ich die am letzten Zugezogenen. Und das war 2003! Ich wüsste nicht, wer aus der Nachbarschaft zu diesem Zeitpunkt das Haus / die Wohnung gewechselt haben sollte. Und die Sache mit den Gebrauchtwagen .. ich weiß nicht, wie ernst ich das nun wieder nehmen soll. Vielleicht waren viele Gebrauchtwagen in unserer Zelle, aber das liegt schlicht und einfach daran, dass unser Ortsteil von Herdecke bezüglicher öffentlicher Transportmittel mehr oder weniger abgeschnitten ist und wir auf motorisierte Beförderung angewiesen sind. Wenn ich allein das Reihenhaus betrachte, in dem wir wohnen, so lebten zum Zeitpunkt der Datenerhebung 11 Erwachsene in den 6 Wohneinheiten, und von diesen 11 Erwachsenen hatten immerhin 10 Bewohner ein eigenes Auto. Ja, und dann halt auch gerne mal einen Gebrauchtwagen. Aber es waren unter diesen 10 Autos durchaus auch gutklassige Wagen wie ein VW Touareg, ein VW Passat, ein Mini, ein SLK, .. ja, und auch unser Seat Leon, ironischerweise gekauft als Neuwagen bzw. Wagen mit Tageszulassung, und das fällt nun mal nicht in die Kategorie ‘Gebrauchtwagen’.

Der Geschäftsführer der microm GmbH stellte übrigens zweimal schriftlich fest:

“Laut Gesetz darf kein Finanz- oder Versicherungsinstitut alleine aufgrund der automatisch generierten microgrographischen Daten eine Leistung verweigern!”

Aber .. wenn sich wie in unserem Beispiel die Volksbank Münster so seltsam anstellt, daß dies einer Verweigerung nahe kommt, macht das dann wirklich einen Unterschied?

Biffy Clyro – Opposites

Ich hab’s ja schon im letzten Beitrag angekündigt: das neue (Doppel-) Album von Biffy Clyro war unterwegs zu mir. Und rechtzeitig zum Veröffentlichungstermin lag es tatsächlich im Briefkasten. Hurra!

Nun, es ist so ziemlich genau das Album geworden, das man sich als langjähriger Biffy Clyro Fan vorstellen konnte. Den eingeschlagenen Weg hin zur größten Rockband der Gegenwart verfolgt die Band mit “Opposites” weiter und weiter. Mit “Puzzle” (2007) und “Only Revolutions” (2009) verabschiedeten sich drei Schotten vom Prog-Rock und machten sich auf zu neuen Ufern. Ich nenn es mal Stadion-Rock. Stadion-Rock der besten Sorte. Und “Opposites” toppt die beiden Vorgänger tatsächlich noch einmal.

Auf zwei CDs haben die Jungs 20 Songs verteilt. Und angekündigt, dass keiner der 20 Tracks Füllmaterial darstellen soll. 20 ernstgemeinte Tracks. Und wie sie recht doch haben: Ich kann beim besten Willen keinen Ausfall finden. Natürlich stechen ein paar, eigentlich sogar eher viele, Songs hervor. Biffy Clyro sollten keine Probleme haben, eine ganze Armada and Hit Singles zu veröffentlichen. Aber auch die anderen Tracks sind absolut nicht von schlechten Eltern.

Beide CDs sind stilistisch recht ähnlich. Der zweite Silberling ist angeblich etwas experimenteller und soll wohl die alten Biffy Fans versöhnen, die seit der Abkehr vom Prog weniger mit der Musik der Band anfangen können. Aber sollte dies echt ein Ziel der Schotten sein, so haben sie hier auf ganzer Linie versagt, denn auch die zweite CD spricht die Fans an, die eher mit den letzten Alben glücklich wurden.

Verglichen mit “Puzzle” und “Only Revolutions” ist “Opposites” noch einmal einen Tacken kommerzieller, schlägt aber sonst in die gleiche Kerbe, bietet halt nur noch etwas mehr Musik mit Hymnen-Charakter.

Müsste ich eine Punktzahl vergeben, so könnte ich an dieser Stelle nur die volle Punktzahl nennen. Ich wüsste nicht, wann mich ein Album in letzter Zeit so begeistert hat.

Morgen, Kinder, wird’s was geben ..

Einmal noch schlafen, dann erreicht mein Musikjahr 2013 vermutlich schon seinen Höhepunkt. “Opposites” heißt das Werk, und Biffy Clyro aus Schottland die Band, die es veröffentlichen wird. Amazon hat schon die Versandmitteilung gemailt, ich bin also guter Dinge, daß morgen etwas im Briefkasten liegt.

Tja, Biffy Clyro .. was war das mit dieser Band ein schräger Auftakt. “Infintiy Land” wurde seinerseits in den Kritiken hochgelobt, und ich wurde hellhörig. Im Dortmunder Saturn hörte ich kurz in die CD rein. Die 30-Sekunden-Schnipsel hauten mich um und ich tütete das Teil ein. Zuhause dann war ich von der Komplexität der Songs jedoch anfangs total überfordert, legte das Teil erst einmal in’s Regal und ließ es dort reifen.

Wochen später traute ich  mich wieder, und allmählich hörte ich mir das Album schön. Und so wurde es schöner, und schöner, und schöner. Heute liebe ich es. Aber ich muss gestehen, ich liebe auch die Kehrtwende, die die Band seit diesem irren Album hingelegt hat. So vertrackt sie bis zu “Infinity Land”, umso Stadion-Rock-ähnlicher wurden sie jedem weiteren Album. Und mit dem morgigen Release gehen sie diesen Weg konsequent weiter, wie’s scheint.

Es dauert übrigens auch nicht mehr lange und ich sehe die drei Schotten live. Nächsten Monat in Köln ist es soweit. Und ich freu mich wie ein Schneekönig. Das kann nur grandios werden. And den Ticketpreisen auf Ebay kann man übrigens gut verfolgen, wie groß diese Band mittlerweile geworden ist. Da werden Tickets zum Einkaufspreis von ca. 25 EUR jetzt für 80 EUR und mehr versteigert.

Das neue Design ..

Aufmerksame Verfolger dieses kleinen Blogs haben vermutlich schon bemerkt, dass sie hier im visuellen Bereich etwas getan hat. Das grundlegende Design ist geblieben, immer noch basiert dieses Blog auf einem Theme, daß sich durch Schlichtheit auszeichnet. Ich war schon kurz davor, mir eine andere Optik zu installieren, war sogar bereit, hier etwas Geld zu investieren. Aber letzten Endes blieb ich dem alten Theme treu, habe aber hier und da etwas Hand angelegt.

So fällt natürlich auf, dass hier nicht mehr nur alles schwarz und weiß ist. Vielmehr wurde schwarz durch diesen Grünton abgelöst. Dieser Ton fiel mir beim Stöbern über alternative Themes auf, und irgendwie blieb ich bei dieser Farbe hängen. Im selben Atemzug habe ich dann auch direkt das Bildchen unter dem Hauptmenü angepasst. Viel Arbeit investierte ich hier nicht, ich wählte vielmehr fast willkürlich ein von mir aufgenommenes Foto, das ich ohne viel Grübelei in der Höhe beschneiden konnte, ohne viel vom Motiv zu verlieren.

Die letzten zwei Änderungen betreffen die Schriftart und die grün hinterlegten Elemente. Ich muss an dieser Stelle erwähnen, dass mich die Optik des Windows Phones meiner Frau begeistert. Ich bin sicher, Microsoft macht an dieser Stelle so einiges richtig. Und so wollte ich durch die Schriftart von Microsoft und die entfernte Anlehnung an das Kacheln-Konzept des aktuellen Windows Betriebssystems hier eine kleine Annäherung an das Design aus Redmond schaffen. Alles ohne viel Aufwand, die ganze Umstellung dauerte bis dato ca. 1 Stunde, aber ich denke, ich werde hier noch weiter rumspielen und das einst schwarz-weiße Theme nach und nach umstricken. Für den Anfang bin ich auf jeden Fall recht angetan. Und ich hoffe, es geht nicht nur mir so :)

Album des Jahres 2012

Sodele, den Einstieg in meine aktive Zeit hier soll die Krönung des Musikjahres 2012 sein. Und die Wahl fiel relativ leicht: mein Album des Jahres haben die Deftones veröffentlicht. “Koi No Yokan”, so der Titel des Albums, hat mich 2012 am meisten beeindruckt.

Ich habe bei weitem nicht alle Alben dieser Band, aber seinerzeit (2000) ging kein Weg an “White Pony” vorbei. Höchstwertungen in allen relevanten Musikmagazinen machten mich hellhörig. Und schon damals konnte ich dem Sound der Truppe nicht widerstehen, habe die Jungs aber bis zur “Diamond Eyes” anno 2010 etwas aus den Augen verloren. Wohl auch, weil mir die Alben in der Zwischenzeit etwas zu brachial daherkamen. “Diamond Eyes” markierte aber eine kleine Abkehr von den härteren Klängen, und “Koi No Yokan” verfolgt diesen Weg tatsächlich weiter. Die Deftones werden halt älter, und vermutlich damit auch etwas ruhiger.

Der hier verlinkte Track “Tempest” vereint eigentlich ganz gut alle Zutaten, die das neue Album ausmachen.

Weiter geht’s: Geschlagen auf Platz 2 sind für mich Keane mit “Strangeland”. Pop aus England. Kleiner Kontrast zu den Deftones, keine Frage. Wie bei den Deftones gilt auch für Keane: Ich habe die Band zwischendurch aus den Augen verloren. Ihr Debut “Hopes And Fears” war noch der Hammer und bot eine Sammlung Pop-Perlen, wie man sie selten so dicht an dicht gedrängt finden mag. Selbst Neil Peart, Drum Gott der kanadischen Prog-Legende Rush, ließ es sich nicht nehmen, auf seiner Webseite Keane zu empfehlen:

“A newer British band, along the lines of Coldplay, with finely crafted songs, arrangements, and vocals woven into a textural mood-piece. An unusual lineup of singer, keyboard player, and drummer, the band creates a melodic and atmospheric feast, and its appeal grows with repeated listenings.”

Am Erfolg des Debuts wäre die Band fast zerbrochen. Drogen kamen in’s Spiel. Entzugsklinik, etc. – die folgenden Alben waren dann auch wenig spektakulär. Umso erstaunlicher und erfreulicher, daß “Strangeland” an alte Großtaten anzuknüpfen weiß. Wieder einmal bezaubern die drei Engländer durch Songs wie “Sovereign Light Café”.

I’m baaaaack!

Neues Jahr, neues Glück. Ich habe mir fest vorgenommen, ab und zu mal wieder ein paar Zeilen zu schreiben. Bald geht’s los, versprochen.

Jetzt aber: Album des Jahres!

Zugegeben: der “Fair To Midland” Track meines letzten Eintrags haut mich wirklich, wirklich um. Das wird ganz gewiss der Song des Jahres sein. Aber das Album “Arrows & Anchors” kann dann doch nicht an den beängstigend guten Vorgänger “Fables Of A Mayfly: What I Tell You 3 Times Is True” anknüpfen. Es ist zweifellos ein tolles Album, aber versprüht irgendwie nicht die Magie des Vorgängers.

Für mich etwas überraschend haben die Jungs von “Thrice” allerdings auch schon wieder ein Album veröffentlicht. Und wie alles, was ich bislang von “Thrice” kenne, so gilt auch hier: Wow! Ihr aktuelles Werk “Major / Minor” besticht über alle elf Songs hinweg über eine tolle Qualität. Es gibt hier nicht DEN Hit auf der Platte, aber dafür ein annähernd gleich bleibend hohes Niveau. Und das ist’s dann auch, weswegen ich die aktuelle “Thrice” noch höher einschätze als den tollen “Fair To Midland” Output.



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