Album des Jahres 2014

Verdammte Axt, wieder ist zu viel Zeit vergangen seit meinem letzten Lebenszeichen hier. Naja, vielleicht werde ich dieses Jahr etwas aktiver. Neues Jahr, neuer Versuch! :)

Kommen wir auch direkt zu den drei Alben, die mich im letzten Jahr am meisten begeistern konnten. Tatsächlich ist es so, dass es DEN Favoriten aus 2014 nicht gibt. Was nicht schlimm ist, gab es doch dennoch genug neues Material, welches mich begeistern konnte. Und so wähle ich – etwas willkürlich – zum Album des Jahres: Bear’s Den mit ihrem Debutalbum „Islands“.

Von der Band kannte ich bis zum Herbst nicht, las eher zufällig die Rezension ihres Albums „Islands“ auf der von mir sehr geschätzten Musik-Seite www.plattentests.de. Dort heimste das Werk 9/10 Punkte ein und machte mich neugierig. Und ich brauchte nicht lange um zu erkennen, dass das was für mich ist. Ähnlich wie Frightened Rabbit versprühen die Engländer einen durchaus britischen Charme, gehen in ihren zumeist ruhigen Werken sehr gefühlvoll zu Werk. Quiet Is The New Heavy, hab ich mal irgendwo gelesen. Und Bear’s Den sind vermutlich ein weiterer Vertreter dieser ‚Stilrichtung‘.

Im Sommer wurde ich – auch von plattentests.de – aufmerksam auf die Band Flood Of Red mit ihrem Album „Throw“. Dort kamen sie zwar nur ganz okay weg, aber bei vermeintlichen Referenzen wie Dredg und Biffy Clyro kann ich halt nicht anders als ganz genau hinzuschauen. Im Visions Magazin wurde das Album im August (?) tatsächlich Platte des Monats, für mich ein Grund mehr, mir das Album anzuhören. Flood Of Red bieten auf „Throw“ recht atmosphärischen Alternative Rock ohne allerdings die großen Hits aufzufahren. Die jetzt schon zweimal erwähnte Musik-Seite schrieb in ihrer Rezension: „Was Art-Rock-Avantgardisten wie Dredg einst etablierten, wird hier stilsicher, routiniert und vor allem atmosphärisch dicht dargeboten.“ Kann man so stehen lassen, wobei ich die Nähe zu Dredg oder gar Biffy Clyro nicht sehe. Wie erwähnt, die großen Hits fehlen auf dem Album – und so war ich nach dem Kauf der Scheibe und den ersten Durchläufen auch gar nicht mal so sehr angetan von dem Album. Aber irgendwie war ich auch zu faul, die CD im Auto zu wechseln, und so beschallte mich „Throw“ mehrere Wochen am Stück täglich auf den Weg zur Arbeit und zurück. Und je länger ich der Musik lauschte, desto besser gefiel sie mir. Am Ende sogar so gut, dass sie zu den besten drei Alben des Jahres gehört. Prima.

Und last but not least geht Platz 3 an The Jezabels. Im Dezember 2013 wurde ich erst das Quartett aus Australien aufmerksam. Und verschoss mich in ihr aktuelles Album. Im Januar 2014 kam allerdings schon der Nachfolger in die Läden. Und dieses Album, „The Brink“, führt den Weg der Band konsequent weiter, geht allerdings auch auch ganzes Stück mehr in Richtung des lupenreinen Pops.

Tja, mir gefällt’s. Ich bin regelrecht vernarrt in diesen 80-Jahre lastigen Sound, der doch so aktuell klingt. Hätte die Band auch um ein Haar live erlebt, aber das Konzert, das im März hätte stattfinden sollen, wurde verschoben, und zwar genau in den Zeitraum unseres Familienurlaubs nach Mallorca.