Endlich wieder Zeit ..

In den letzten Monaten hatte ich privat wenig Zeit für mich. Mein Arbeitgeber nötigte mich (und viele andere KollegInnen) zu einer Fortbildung mit abschließender Prüfung, die es in sich hatte. Und so verbrachte ich das letzte halbe Jahr abends mehr oder weniger mit Fachliteratur und/oder einer Software, mit der ich mich auf diese Prüfung vorbereiten konnte. Es blieb also keine Zeit für Webdesign, Computerspiele, und vieles mehr.

Aber Konzerte lasse ich mir auch in diesen Zeiten nicht nehmen. Und als ich zum ersten Mal mit dieser Software gute Testergebnisse einheimste, habe ich kurzerhand den Gig meiner alten Liebe Def Leppard gebucht. Das Konzert fand letzten Donnertagabend statt, am Vorabend der Prüfung. Und ich bin heilfroh, die Band nach 20 Jahren einmal wieder gesehen zu haben. Def Leppard spielen melodischen Hardrock. Vor 30 Jahren feierte die Band ihre größten Erfolge und verkaufte zig Millionen Alben mit ihren Meisterwerken „Pyromania“ und „Hysteria“, das bis zum heutigen Tag zu einem der meistverkauften Alben aller Zeiten gilt. Und so war es irgendwie verständlich, dass der letzten Donnerstag mit Musik aus dieser Zeit geprägt war. Und es war wie 1995, bei meinem ersten Gig der Briten, ein cooles Konzerterlebnis. Als die Band gegen Ende des Gigs ihre größten vier Hits auspackte, kochte die eh schon gute Stimmung in Köln endgültig über und machte die letzten 20 Minuten zum einem Triumphzug der Band. Sie können es immer noch, die Herren von Def Leppard!

Nur drei Tage später, am letzten Sonntag, spielten Árstíðir in der Christuskirche in Hagen. Und auch wenn mich Frau fast nie zu Konzerten begleitet, so ist Árstíðir für sie auch ein Muss, hat sie sich doch in die Musik der Isländer vom ersten Ton an verliebt. Support an diesem besonderen Abend war Kristoffer Gildenlöw, besser bekannt als Bassist der Progrock Band Pain Of Salvation. Als Solokünstler hat seine Musik keinen Rock Bezug mehr, ist aber durchaus noch als Prog einzustufen. Es war ein toller Auftritt, der er mit seinem Gitarristen und Percussionisten ablieferten. Ein sehr toller Auftritt, trotz der teils sperrigen Musik.

Árstíðir als Hauptband überzeugte auch auf ganzer Linie. Es ist schon unfassbar, mit welchem Gesangstalent alle (!) Mitglieder der Band ausgestattet sind. Und auch dies machte den Abend zu einer unglaublichen tollen Erfahrung. Für meine Frau war’s schlicht und einfach das beste Konzert, das sie je gesehen hat. Und ich kann auch kein Haar in der Suppe finden. Árstíðir werden wir gewiss wieder sehen.