Album des Jahres 2015

Das Musikjahr 2015 war superb. So viele Künstler bzw. so viele Bands brachten hochwertige Alben auf den Markt. Und so tue ich mich mit der Auswahl der besten drei Alben aus dem vergangenen Jahr etwas schwer.

Nun denn, auf dem Thron sitzt in meinen Augen Steven Wilson. Schon mit seiner alten auf Eis liegenden Band Porcupine Tree veröffentlichte er zig gute bis grandiose Alben, die den gesamten Progressive Rock Sektor auf ein hervorragendes Niveau hoben. Und auch als Solist veröffentlicht er konsequent Alben, die in der Presselandschaft begeistert aufgenommen werden. Mit seinem letzten Album „Hand.Cannot.Erase“, das Anfang 2015 erschien, hat er imho sein bislang stärkstes Solo Album veröffentlicht.

„Hand.Cannot.Erase“ ist ein Konzeptalbum, basiert auf einer wahren Geschichte, und erzählt von einer jungen Frau, die in ihrem Appartment in einer großen Stadt stirbt und von gar niemandem über Jahre hinweg vermisst wird, obschon sie Familie und Freunde hatte. Eine traurige Geschichte, die unglaublich stark von Steven Wilson vertont wurde.

Auf dem 2. Platz in meinen persönlichen Jahrescharts finden sich Midas Fall mit ihrem Album „The Menagerie Inside“ wieder. Die Band kannte ich bis vor einem halben Jahr noch gar nicht. Erst ein Musik interessierter Kollege machte mich auf dieses schottische Quartett aufmerksam.

Midas Fall spielen alternativ angehauchten, melancholischen Post-Rock, überzeugen über ein großes Gespür für Melodien und haben mit Elizabeth Heaton eine Sängerin am Mikrofon, die eine sehr einzigartige Stimme hat, die man allerdings auch mögen muss.

Und last but not least haben es die Isländer von Agent Fresco auf den dritten Platz geschafft. Es gab eine Zeit, in der hielt ich die amerikanische Band dredg für die beste Band der Welt. Aber irgendwie hat sich der Stil der Band so sehr verändert, dass ich tatsächlich das Interesse an der Band verloren haben. Und hier kommen Agent Fresco in’s Spiel, füllen sie doch diese Lücke ziemlich prima aus!

Bei den Isländern fällt Sänger Arnór Dan Arnarson sehr auf, verfügt er doch über eine engelsklare, hohe Stimme. Und wie bei Midas Fall gilt: Diese Stimme muss man erst einmal mögen. Kommt man aber mit ihr klar, so verwöhnt Agent Fresco die geneigten Ohren mit feinstem progressiven Alternative Rock: „Destrier“, so der Name des ersten zweiten Albums der Band, ist ein Fest für die Sinne!