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Fotos des Jahres 2015 (I)

Wie ich gestern schon schrieb: 2015 begann meine Leidenschaft für Konzertfotografie. Es war ein Gig von Powerwolf mit Support Xandria, bei dem ich zum ersten Mal in meinem Leben in einem Fotograben durfte. Eigentlich war ich nur wegen Xandria da, weil ich Connections zum Band Umfeld habe. Und so ging ich mit der Kamera bewaffnet schnurstracks zur Security, die den Eingang zum Fotograben bewachte. Und ich erbat um Einlass, zeigte dabei meinen Fotopass, den ich mir auf das Sweat-Shirt klebte.

Wider Erwarten gewährte mir der Mann von der Security aber keinen Einlass in diesen speziellen Bereich. Er meinte, ich könnte erst zur Hauptband, also Powerwolf, rein in den Fotograben. Hier war ich echt baff, aber verzog mich wieder in den Bereich vor der Bühne und versuchte, als die Band um Frontfrau Dianne van Giersbergen spielte, mein Glück aus der Distanz. Ich hatte schon zig Fotos auf Gut Glück geschossen, da sah ich auf einmal Fotografen im Fotograben. Reichlich irritiert drängte ich mich wieder zum Security Mann, der mich erkannte, schuldbewusst die Hände hob und mir sagte, er hätte richtig Bockmist gebaut, als er mich nicht rein ließ. Nun denn, da war es schon zu spät, weil die allgemeine Zeit im Graben vorne (drei Songs!) quasi um war.

Zur Hauptband Powerwolf konnte ich anschließend problem rein in den Fotograben, und da gelangen mir auch richtig, richtig gute Fotos (das Lichte passte einfach perfekt), aber zeigen möchte ich hier ein Foto von Dianne van Giersbergen. Wie oben schon erwähnt, das Foto machte ich aus Distanz, und darüber hinaus war es während des Gigs von Xandria ungemein dunkel, so daß mir nichts anderes übrig blieb als die Lichtempfindlichkeit stark hochzudrehen, was sich im Foto durch den körnigen Charakter äußert.

Aber: Dianne van Giersbergen hat das Foto ein oder zwei Tage später selbst auf ihrem persönlichen Facebook Profil hochgeladen. Und dort hat das Foto mittlerweile über 1.340 Likes bekommen und wurde über 60 Mal geteilt. Es ist bei weitem nicht mein liebstes Foto anno 2015, aber es ist bei weitem das erfolgreichste (in Bezug auf Likes in sozialen Netzwerken) Foto, dass ich je geschossen habe. Sicher, das liegt nun eher am Motiv als am Foto, aber .. egal :)

Xandria live in Cologne

Konzert Fotografie

In der zweiten Jahreshälfte 2015 habe ich mein fotografisches Spektrum erweitert. Bis dahin fotografierte ich hauptsächlich den Nachwuchs, Landschaften (vor allem im Urlaub) und schnelle Autos beim jährlichen Trip zum Nürburgring. Aber durch einen glücklichen Zufall beziehungsweise netten Kontakt ergab sich im letzten Jahr die Chance, bei zwei Gigs der Bands Powerwolf und Xandria fotografieren zu dürfen. Im Fotograben!

Anfangs kam ich mir dort neben den ausgewachsenen Profis etwas verloren vor, trat ich doch nur mit einer Kamera und nur einem Objektiv an. Bei den „Kollegen“ sah ich teilweise, dass diese einen Gürtel umgeschnallt hatten, an dem Objektive befestigt waren. Dagegen war ich wirklich nackt unterwegs. Aber: Auch mit nur einer Linse schoss ich drauf los und mir gelangen ein paar richtig gute Fotos, auf die ich sehr stolz bin.

Mit diesem kleinen Erfolg im Rücken schrieb ich direkt weitere Bands an, ob ich nicht denn bei denen auch fotografieren könnte. Und ich wurde immerhin von einer Band positiv überrascht: Agent Fresco aus Island gaben mir binnen kürzester Zeit das Okay. Und so knipste ich auch bei ihrem Auftritt in Osnabrück Ende letzten Jahres, was das Zeugt hält.

Agent Fresco

Album des Jahres 2015

Das Musikjahr 2015 war superb. So viele Künstler bzw. so viele Bands brachten hochwertige Alben auf den Markt. Und so tue ich mich mit der Auswahl der besten drei Alben aus dem vergangenen Jahr etwas schwer.

Nun denn, auf dem Thron sitzt in meinen Augen Steven Wilson. Schon mit seiner alten auf Eis liegenden Band Porcupine Tree veröffentlichte er zig gute bis grandiose Alben, die den gesamten Progressive Rock Sektor auf ein hervorragendes Niveau hoben. Und auch als Solist veröffentlicht er konsequent Alben, die in der Presselandschaft begeistert aufgenommen werden. Mit seinem letzten Album „Hand.Cannot.Erase“, das Anfang 2015 erschien, hat er imho sein bislang stärkstes Solo Album veröffentlicht.

„Hand.Cannot.Erase“ ist ein Konzeptalbum, basiert auf einer wahren Geschichte, und erzählt von einer jungen Frau, die in ihrem Appartment in einer großen Stadt stirbt und von gar niemandem über Jahre hinweg vermisst wird, obschon sie Familie und Freunde hatte. Eine traurige Geschichte, die unglaublich stark von Steven Wilson vertont wurde.

Auf dem 2. Platz in meinen persönlichen Jahrescharts finden sich Midas Fall mit ihrem Album „The Menagerie Inside“ wieder. Die Band kannte ich bis vor einem halben Jahr noch gar nicht. Erst ein Musik interessierter Kollege machte mich auf dieses schottische Quartett aufmerksam.

Midas Fall spielen alternativ angehauchten, melancholischen Post-Rock, überzeugen über ein großes Gespür für Melodien und haben mit Elizabeth Heaton eine Sängerin am Mikrofon, die eine sehr einzigartige Stimme hat, die man allerdings auch mögen muss.

Und last but not least haben es die Isländer von Agent Fresco auf den dritten Platz geschafft. Es gab eine Zeit, in der hielt ich die amerikanische Band dredg für die beste Band der Welt. Aber irgendwie hat sich der Stil der Band so sehr verändert, dass ich tatsächlich das Interesse an der Band verloren haben. Und hier kommen Agent Fresco in’s Spiel, füllen sie doch diese Lücke ziemlich prima aus!

Bei den Isländern fällt Sänger Arnór Dan Arnarson sehr auf, verfügt er doch über eine engelsklare, hohe Stimme. Und wie bei Midas Fall gilt: Diese Stimme muss man erst einmal mögen. Kommt man aber mit ihr klar, so verwöhnt Agent Fresco die geneigten Ohren mit feinstem progressiven Alternative Rock: „Destrier“, so der Name des ersten zweiten Albums der Band, ist ein Fest für die Sinne!

Endlich wieder Zeit ..

In den letzten Monaten hatte ich privat wenig Zeit für mich. Mein Arbeitgeber nötigte mich (und viele andere KollegInnen) zu einer Fortbildung mit abschließender Prüfung, die es in sich hatte. Und so verbrachte ich das letzte halbe Jahr abends mehr oder weniger mit Fachliteratur und/oder einer Software, mit der ich mich auf diese Prüfung vorbereiten konnte. Es blieb also keine Zeit für Webdesign, Computerspiele, und vieles mehr.

Aber Konzerte lasse ich mir auch in diesen Zeiten nicht nehmen. Und als ich zum ersten Mal mit dieser Software gute Testergebnisse einheimste, habe ich kurzerhand den Gig meiner alten Liebe Def Leppard gebucht. Das Konzert fand letzten Donnertagabend statt, am Vorabend der Prüfung. Und ich bin heilfroh, die Band nach 20 Jahren einmal wieder gesehen zu haben. Def Leppard spielen melodischen Hardrock. Vor 30 Jahren feierte die Band ihre größten Erfolge und verkaufte zig Millionen Alben mit ihren Meisterwerken „Pyromania“ und „Hysteria“, das bis zum heutigen Tag zu einem der meistverkauften Alben aller Zeiten gilt. Und so war es irgendwie verständlich, dass der letzten Donnerstag mit Musik aus dieser Zeit geprägt war. Und es war wie 1995, bei meinem ersten Gig der Briten, ein cooles Konzerterlebnis. Als die Band gegen Ende des Gigs ihre größten vier Hits auspackte, kochte die eh schon gute Stimmung in Köln endgültig über und machte die letzten 20 Minuten zum einem Triumphzug der Band. Sie können es immer noch, die Herren von Def Leppard!

Nur drei Tage später, am letzten Sonntag, spielten Árstíðir in der Christuskirche in Hagen. Und auch wenn mich Frau fast nie zu Konzerten begleitet, so ist Árstíðir für sie auch ein Muss, hat sie sich doch in die Musik der Isländer vom ersten Ton an verliebt. Support an diesem besonderen Abend war Kristoffer Gildenlöw, besser bekannt als Bassist der Progrock Band Pain Of Salvation. Als Solokünstler hat seine Musik keinen Rock Bezug mehr, ist aber durchaus noch als Prog einzustufen. Es war ein toller Auftritt, der er mit seinem Gitarristen und Percussionisten ablieferten. Ein sehr toller Auftritt, trotz der teils sperrigen Musik.

Árstíðir als Hauptband überzeugte auch auf ganzer Linie. Es ist schon unfassbar, mit welchem Gesangstalent alle (!) Mitglieder der Band ausgestattet sind. Und auch dies machte den Abend zu einer unglaublichen tollen Erfahrung. Für meine Frau war’s schlicht und einfach das beste Konzert, das sie je gesehen hat. Und ich kann auch kein Haar in der Suppe finden. Árstíðir werden wir gewiss wieder sehen.

Levellers – live!

Vor 24 Jahren machte das Album ‚Levelling The Land‘ die britische Folk-Rock Band The Levellers berühmt. Allen voran ihr Übersong „One Way“ sorgte für den Durchbruch der damals noch jungen Truppe. Heute, 2015, gibt’s die Levellers immer noch – unlängst feierten die Jungs ihr 25-jähriges Band Jubiläum. Und ich hatte gestern zum x. Mal das Vergnügen, sie live zu erleben.

Dabei war gestern vieles anders. Es gab keine Vorband. Vielmehr wurde der Abend eingeleitet durch die Präsentation der Band Biography „A Curious Life“, die hauptsächlich auf Antrieb des Bassisten Jeremy Cunnigham erstellt wurde. Eine sehr liebenswerte Doku ist sie geworden.

Nach den höchst unterhaltsamen 87 Minuten war aber die Zeit reif für den Gig der Levellers. Und auch der war anders als all die Auftritte, die ich bereits live erlebt habe. Diesmal gab’s einen ‚acoustig gig‘. Und so saßen die 6 Bandmitglieder auf ihren Stühlen und spielten munter drauflos. Auch im Club waren zumindest die ersten Reihen bestuhlt. Es war schon irgendwie komisch, lädt doch der lebhafte Sound der Levellers eher zum Rumzappeln ein. Und so kam es wie es kommen musste: Gegen Ende saß niemand mehr auf dem Stuhl, alles stand, tanzte und hatte Spaß. Es war wie eigentlich jedes Mal ein Genuss, der Band zuzusehen und zu lauschen.

Árstíðir!

Nachdem ich gestern hier quasi mein Comeback feierte, lege ich heute direkt nochmal nach. Hab‘ gerade so einen Lauf .. :)

Seit circa einem Jahr bin ich verliebt in die Musik von Árstíðir, einer Folk Band aus Island, die mich mit extrem ruhiger Musik verwöhnt, dabei Wert legt auf wunderschöne Melodien und glasklaren Gesang. Nächsten Monat veröffentlichen die Jungs ihr drittes Album, das durch die Kickstarter Plattform prima finanziert werden konnte. 20.000 USD wollte die Band einnehmen, knapp 70.000 USD wurden es. Und so stand dem neuen Album nichts mehr im Wege. Ich mache drei Kreuze, wenn auf dem Longplayer unter anderem auch der Track ‚Moonlight‘ ist, den die Band immerhin schon auf youtube hochgeladen hat. Schöner kann Musik eigentlich gar nicht mehr sein.

Album des Jahres 2014

Verdammte Axt, wieder ist zu viel Zeit vergangen seit meinem letzten Lebenszeichen hier. Naja, vielleicht werde ich dieses Jahr etwas aktiver. Neues Jahr, neuer Versuch! :)

Kommen wir auch direkt zu den drei Alben, die mich im letzten Jahr am meisten begeistern konnten. Tatsächlich ist es so, dass es DEN Favoriten aus 2014 nicht gibt. Was nicht schlimm ist, gab es doch dennoch genug neues Material, welches mich begeistern konnte. Und so wähle ich – etwas willkürlich – zum Album des Jahres: Bear’s Den mit ihrem Debutalbum „Islands“.

Von der Band kannte ich bis zum Herbst nicht, las eher zufällig die Rezension ihres Albums „Islands“ auf der von mir sehr geschätzten Musik-Seite www.plattentests.de. Dort heimste das Werk 9/10 Punkte ein und machte mich neugierig. Und ich brauchte nicht lange um zu erkennen, dass das was für mich ist. Ähnlich wie Frightened Rabbit versprühen die Engländer einen durchaus britischen Charme, gehen in ihren zumeist ruhigen Werken sehr gefühlvoll zu Werk. Quiet Is The New Heavy, hab ich mal irgendwo gelesen. Und Bear’s Den sind vermutlich ein weiterer Vertreter dieser ‚Stilrichtung‘.

Im Sommer wurde ich – auch von plattentests.de – aufmerksam auf die Band Flood Of Red mit ihrem Album „Throw“. Dort kamen sie zwar nur ganz okay weg, aber bei vermeintlichen Referenzen wie Dredg und Biffy Clyro kann ich halt nicht anders als ganz genau hinzuschauen. Im Visions Magazin wurde das Album im August (?) tatsächlich Platte des Monats, für mich ein Grund mehr, mir das Album anzuhören. Flood Of Red bieten auf „Throw“ recht atmosphärischen Alternative Rock ohne allerdings die großen Hits aufzufahren. Die jetzt schon zweimal erwähnte Musik-Seite schrieb in ihrer Rezension: „Was Art-Rock-Avantgardisten wie Dredg einst etablierten, wird hier stilsicher, routiniert und vor allem atmosphärisch dicht dargeboten.“ Kann man so stehen lassen, wobei ich die Nähe zu Dredg oder gar Biffy Clyro nicht sehe. Wie erwähnt, die großen Hits fehlen auf dem Album – und so war ich nach dem Kauf der Scheibe und den ersten Durchläufen auch gar nicht mal so sehr angetan von dem Album. Aber irgendwie war ich auch zu faul, die CD im Auto zu wechseln, und so beschallte mich „Throw“ mehrere Wochen am Stück täglich auf den Weg zur Arbeit und zurück. Und je länger ich der Musik lauschte, desto besser gefiel sie mir. Am Ende sogar so gut, dass sie zu den besten drei Alben des Jahres gehört. Prima.

Und last but not least geht Platz 3 an The Jezabels. Im Dezember 2013 wurde ich erst das Quartett aus Australien aufmerksam. Und verschoss mich in ihr aktuelles Album. Im Januar 2014 kam allerdings schon der Nachfolger in die Läden. Und dieses Album, „The Brink“, führt den Weg der Band konsequent weiter, geht allerdings auch auch ganzes Stück mehr in Richtung des lupenreinen Pops.

Tja, mir gefällt’s. Ich bin regelrecht vernarrt in diesen 80-Jahre lastigen Sound, der doch so aktuell klingt. Hätte die Band auch um ein Haar live erlebt, aber das Konzert, das im März hätte stattfinden sollen, wurde verschoben, und zwar genau in den Zeitraum unseres Familienurlaubs nach Mallorca.

Ein Perle der Pop Musik

Ich bin gerade ziemlich begeistert, rotiert doch eine CD einer mir bis dato völlig unbekannten Gruppe aus Australien seit Tagen schon pausenlos in meinem CD Player. Die Band nennt sich ‚The Jezabels‘ und das Album heißt ‚Prisoner‘. 13 Songs sind auf der Scheibe, und jeder Song überzeugt auf individuelle Art. Mal wird den 80ern gehuldigt (siehe angehängter Clip zu ‚Rosebud‘), mal wird’s arg theatralisch, dann erinnert Sängerin Hayley Mary stark an Kate Bush, um in nächsten Augenblick wieder wie Heather Nova zu klingen. Einen großartigen Sinn für Melodien haben die 4 Mitglieder der Band, und ihre Instrumente beherrschen sie auch. Das Album besticht durch eine teils wunderschöne Instrumentierung, erinnert mich in diesem Punkt teilweise etwas an ‚Frightened Rabbit‘.

In genau 10 Tagen erscheint bereits der Nachfolger zu ‚Prisoner‘: ‚The Brink‘ schickt sich an, ein würdiger Nachfolger zu werden. Die ersten beiden Tracks, zu denen es schon Auskopplungen gibt, klingen vielversprechend.

Album des Jahres 2013

Selten war die Wahl so einfach. Schon im Januar überzeugten Biffy Clyro durch und durch mit ihrem Doppel-Album ‚Opposites‘, an dem einfach fast alles stimmt. 20 Songs auf so einem hohen Niveau findet man heutzutage einfach viel zu selten.

Überrascht wurde ich vielmehr von Platz 2 meiner diesjährigen Jahreshighlights. Da findet sich nämlich eine weitere Band aus Schottland: ‚Frightened Rabbit‘. Hatte ich vorher nie gehört, auch nur durch Zufall kennen gelernt, und habe mich über die Monate tatsächlich sehr in ihr aktuelles Album ‚Pedestrian Verse‘ verliebt. Pop mit außergewöhnlicher Instrumentierung, eine ziemlich runde Sache.

Und nach ‚The Woodpile‘ verlinke ich gerne auch noch ‚State Hospital‘ .. und freu mich nebenbei, dass ich dank eines Plugins jetzt auch Videos der Plattform vimeo verlinken kann :)

Zugegeben, schon ein arg Schottland-lastiges Jahr, dieses Jahr 2013. Ein Urlaub dort, die Lieblingsalben von dort. Nächstes Jahr geht’s nach Mallorca. Hurra!

Konzert des Jahres

Ich stehe immer noch etwas unter dem Eindruck vom sehr guten New Model Army / The Levellers Gig von letzter Woche in Köln. Das Weihnachtskonzert. Toll war’s. Ich bin ja nun riesiger Levellers Fan und gehe gern zu deren Gigs, sind sie doch live eine Macht. Nun waren sie letzte Woche aber ’nur‘ Special Guest bei der New Model Army. Die, wie ich feststellen durfte, live auch richtig, richtig gut ist. Und so war das Konzert richtig, richtig toll.

Aber: Das Konzert des Jahres war’s nicht. Und es war auch nicht Rush. Keine Frage, der Auftritt der drei Kanadier im Juni (auch in Köln) war grandios. Klar der beste der drei tollen Rush Gigs, die ich bislang beiwohnen durfte, was speziell an der 80er Ausrichtigung in der Songauswahl in der ersten Hälfte des ganzen Sets und an der wunderschönen visuellen Show lag. Aber es gab eine Band, die ich dieses Jahr direkt zweimal sah. Und den ersten Auftritt (jupp, auch in Köln) küre ich hiermit zum ‚Konzert des Jahres‘.

Ende Februar war’s soweit: ich sah zum ersten Mal in meinem Leben Biffy Clyro! Öfter schon habe ich versucht, Karten zu bekommen, aber stets passte der Zeitpunkt nicht. Oder ich war zu spät. Und nicht dazu bereit, die abgefahren hohen Schwarzmarktpreise bei Ebay zu bezahlen. Aber im Februar 2013 klappte es. Und was sich auf der Bühne des E-Werks in Köln präsentierte, war soooo viel größer als das E-Werk. Die Halle war hoffnungslos zu klein für Biffy Clyro. Der Veranstaltungsort war natürlich ausverkauft. Aber noch nie hatte ich das Gefühl, dass eine Band so unglaublich viel größer ist als der Club, in dem sie spielt. Und die Schotten rockten die Halle als ob’s kein Morgen mehr gibt. Keine Frage: da spielte eine Band, die von Höhepunkt zu Höhepunkt eilt, in einer eigenen Liga.

Im November, also vor wenigen Wochen, sah ich sie wieder. Diesmal in der größeren Mitsubishi Electric Halle (früher: Philipshalle) in Düsseldorf. Wieder rockte Biffy Clyro aus vollen Rohren, aber die Halle passte schon besser zur Band, passen hier doch immerhin über 7.000 Leute rein. Auch dieser Auftritt war ein einziger Triumphzug der Schotten.



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