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3rd Ear Experience

Auch wenn mein musikalischer Held und Freund Robbi Robb eventuell nie mehr mit einem neuen Tribe After Tribe Album aufwarten wird, so ist er immer noch extrem fleißig! Dieses Jahr kommt er direkt mit zwei Alben eines neuen Projekts um die Ecke: 3rd Ear Experience!

3rd Ear Experience ist eine Band rund um Dug Pinnick (King’s X), Robbi Robb (Tribe After Tribe), Robbi’s Frau Amritakripa und ein paar weiteren Musikern. 2012 wurde gemeinsam ein Album aufgenommen, daß dieses Jahr vermutlich im Juni veröffentlicht wird.  Zu diesem Album habe ich kleine Webseite gebastelt, eine Art EPK (electronic press kit):

http://www.robbirobb.com/thirdearexperience

Im Zuge der Aufnahmen für obiges Album jammten die Dame und die Herren 3 Tage und Nächte lang um die Wette und nahmen auch diese Sessions auf. Und weil die Band mit diesen Sessions so glücklich war und immer noch ist, wurde kurzerhand beschlossen, auch diese Klänge in Form digitaler Downloads verfügbar zu machen:

http://www.cdbaby.com/cd/3rdearexperience

Es sind nur vier Songs, aber allein die Spielzeit von über 76 Minuten deutet an: dies ist keine leichte Kost! Hier werden Sound Collagen geboten, die teils psychedelisch anmuten, teils tribal und erdig, dann wieder sphärisch sind, aber gerne auch mal grooven. Es ist ein musikalischer Trip, der mir überraschend gut gefällt.

Tribe After Tribe @ Fabrik, Hamburg

Ein Wochenende, an das ich mich noch laaaaaaaange gerne zurückerinnern werde, liegt hinter mir. Samt kleiner Familie ging’s nach Hamburg. Freunde besuchen. Und nebenbei noch Reyk Robbi aufzeigen, woher sein zweiter Name kommt. Tribe After Tribe mit Robbi Robb als Bandleader waren in der Stadt, um am Samstag die Herzberg Party in der altehrwürdigen Fabrik in Hamburg zu headlinern.

Wir trafen die Band am Samstagmittag in deren Hotel. Robbi war zufällig gerade in der Lobby des Hotels, als wir durch die Glastür schritten. Er hat uns direkt erkannt und wenige Augenblicke später lagen wir uns einmal mehr in den Armen. Mit dem Zwerg wurde er entsprechend auch schnell warm. Und Reyk Robbi war sichtlich beeindruckt von seinem Namenspaten, der souverän Reyks Schleichtiere aufeinanderstapelte. Wenig später machten wir noch ein Erinnerungsfoto vom ersten und hoffentlich nicht letzten Aufeinandertreffen der beiden Rockstars in meinem Leben (siehe Reyks Fotoalbum).

Abends dann das Konzert der Band. Ich bin diesmal nur mit Fotokamera bewaffnet und ohne Djembe zum Bandhotel gefahren, um mit der Band zum Club gefahren zu werden. Als wir ankamen, spielte die zweite Band, „The Brew“, gerade ihre letzten Songs, anschließend sorgte dann Jan Plewka (Sänger der Band „Selig“) mit Songs von Rio Reiser für gute Stimmung. So .. und dann kam das Highlight des Abends und wurde zum Beispiel auf Facebook so bewertet:

„The Tribe is at it again!!“

„Powerful, powerful stuff. That music shook me like a rat by a wolf.“

„Unbelievable gig. The HAMMER !!! Best I saw and heard since along time !!! Respect !!!“

„Thanks for the great concert in Hamburg. It was Tribe After Tribe at its best. Fantastic, awesome, impacable :-) !!! More please !!!

Das kann man im wesentlichen so stehen lassen. Der Gig war der Hammer, nicht zuletzt dank eines wieder einmal total rockenden Richard Stuverud. Niemand haut mit so einer Power und Leidenschaft auf die Felle ein wie Trommler Richard. Der Junge haut jeden, aber auch wirklich jeden Zuschauer von den Socken. Es ist der helle Wahnsinn, ihm zusehen zu dürfen.

Für mich wurde der Abend schließlich auch aus fotografischer Perspektive ein rundum gelungenes Event. Wieder zuhause angekommenn habe ich direkt die Bilder auf den Rechner kopiert, die ganzen Bilder mit einem Klick auf schwarz-weiß reduziert und noch etwas am Kontrast geschraubt. Und fertig wurden letzten Endes zehn Bilder, auf die ich verdammt stolz bin. Und auch von der Band höre ich ausgesprochen nette Komplimente – ich bin rundum glücklich.

Wie alles begann … Teil III

1997 wohnte ich noch in Jülich, war aber quasi schon auf dem Sprung nach Grenoble, um dort ein Jahr zu arbeiten. Irgendwann überraschte mich ein guter Freund mit einer guten alten Kassette in der Post. Und drauf war der Track „Fire Dancers“ vom nächsten Tribe After Tribe Album. Juppie! Es war also ein weiteres Album in der Mache. Ich war begeistert. Der Song rockte zudem ziemlich gut, ließ Großes erahnen.

Das Album „Pearls Before Swine“ kaufte ich noch in meiner guten alten Heimat Nordhorn, von der Tour, die 1997 stattfinden sollte, las ich allerdings online in Grenoble. Eine Tribe After Tribe Tour .. Wahnsinn! Nur doof, daß ich in Frankreich war, während die Band in Deutschland ist. Kurzerhand legte ich meinen ersten Heimat-Urlaub um, so dass ich zumindest einen Gig der Band live sehen konnte. Dummerweise verschob sich dann aber die Tour, so daß ich meinen ersten Heimat-Urlaub dann noch einmal mehr verschieben musste. Viele Freunde machte ich mir in der Personalabteilung meines dortigen Arbeitgebers vermutlich nicht, aber .. ich war zur rechten Zeit am rechten Ort!

Mein alter Freund (der mit den vielen RockHard Magazinen) begleitete mich an jenem denkwürdigen Tag in’s mir bis dato völlig fremde Enger. Dort sollten wir Tribe After Tribe sehen. Nun ja .. wir waren früh. Viel zu früh. Das machte allerdings nichts, denn so aßen wir noch in der benachbarten Pizzeria. Als wir schließlich zurückkamen, hatten die Jungs ihren Soundcheck beendet und kamen raus, wollten zum Tourbus, um auch zu essen .. in der Pizzeria. Enger ist halt klein, man nimmt, was man kriegen kann.

Meine Chance war gekommen, ich ging – meinen Kumpel im Schlepptau – direktamente zu Robbi Robb, dem Kopf der Band. Ein wenig nervös war ich schon; in den Interviews, die man mit ihm lesen konnte, wirkte er unglaublich intelligent und eher nicht von dieser Welt. Nun, diesen Eindruck machte er gleich mit dem ersten Satz, den wir von ihn hörten, total zunichte, als er meinen großen Kumpel fragte: „Do you play basketball?“. Tja, damit war der Knoten gelöst und wir quatschten ein bißchen. Irgendwann stellte ich ihm dann die Frage, die die Motivation hinter diesem Blog erklärt:

„Do you have a website?“

Robbi Robb verneinte, und ich bot ihm an, eine Seite für ihn zu gestalten. Er fand die Idee toll, und so startete ich wenig später in Grenoble mit einer kleinen Webseite für Tribe After Tribe in englischer Sprache.

So begann meine Leidenschaft für Webseiten. Und weil mich Robbi Robb Jahre später fragte, ob ich nicht auch eine Seite für seine Frau gestalten kann, habe ich irgendwann bei meinem Webhoster gleich einer 3er Paket erstanden: eine Seite für sie, eine Seite für ihn, eine Seite für mich.

Und diese Seite für mich .. das ist diese Seite hier. Und hiermit begrüße ich Dich noch einmal herzlich auf diesem Blog.

Wie alles begann – Teil II

So, wir springen in das Jahr 1993.

Entgegen aller Hoffnungen ging ich bei der Musterung mit T3 durch, musste also ab 1. Juli 1993 meinen Wehrdienst leisten. Für mich war es das kleinere Übel verglichen mit einem längeren Zivildienst; und im Nachhinein hat mir das Jahr beim Bund eigentlich auch ganz viel Spaß gemacht, abgesehen von der immensen Gewichtszunahme ob des häufigen Konsums diverser Bierflaschen.

Am 1. Juli 1993 selbst war ich aber verdammt nervös und ängstlich, da ich mir keine Vorstellung vom nächsten Jahr machen konnte. Umso erfreuter war ich dann, als ich morgens (ich musste erst gegen 16.00 oder 17.00 Uhr in der Kaserne sein) beim hiesigen Plattenhändler den Nachfolger des von mir so vergötterteten Tribe After Tribe Albums erblickte. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet, weil’s einfach kein Lebenszeichen der Band gab (okay, Internet war damals auch noch nicht soooo hip). Sei’s drum, „Love Under Will“ wurde spontan gekauft.

Okay, an den Vorgänger kam dieses Album nicht ran, aber es ist fast ebenbürtig. Der Stil des Vorgängers wurde im wesentlichen beibehalten, teilweise bekamen die Songs jedoch eine gewisse Schwere, die dem 1991er Album fehlt. Ich kann’s schlecht beschreiben. Die Platte ist auf jeden Fall großartig, für viele Tribe After Tribe Fans ist dies Album sogar das Highlight der ganzen Band Discographie.

Dieser Beitrag erklärt nun zwar immer noch nicht, warum ich letzten Endes zu diesem Blog gekommen bin, aber .. wir nähern uns zeitlich in großen Schritten der Gegenwart. Weiter geht’s in Teil III.

Wie alles begann – Teil I

Wie komme ich eigentlich zu diesem Blog?

Es war Sommer 1991, ich war noch Schüler, wahrscheinlich waren auch gerade Sommerferien. Ich saß daheim auf einem alten Sessel und guckte Tele 5, einen damals noch mit teils ganz guter Musik ausgestatteten Privatsender – es gab damals tatsächlich mal Musiksender, die Musik spielten! Dort lief „Hard ’n‘ Heavy“ und irgendwann dieses Video:

Wahnsinn – ich war baff! Tribe After Tribe mit „White Boys In The Jungle“! African Rock. Sowas hatte ich im Leben vorher nicht gehört. Dieser Bezug zum schwarzen Kontinent, diese Tribal Drums .. gut, 18 Jahre später weiß ich, dass diese Art tatsächlich einzigartig ist. Es gibt einfach nichts Vergleichbares. Egal ..

Mit dem Namen im Hinterkopf radelte ich direkt zu meinem besten Freund, der ganz in der Nähe wohnte. In seiner Sammlung „Rock Hard“ und „Metal Hammer“ musste ich doch fündig werden und mehr erfahren, was es mit der Band auf sich hat. Tatsächlich, er hatte eine noch recht frische Ausgabe des „Rock Hard“ Magazins, in der das selbstbetitelte  Album „Tribe After Tribe“ einen Platz in der Top 10 Liste des Monats inne hatte. Im begeisterten Review zum Album heißt es am Ende:

„Kein echter, widerwärtiger Kulturschock, sondern eine Faszination mit revolutionärem Charakter. Für Neugierige auf der Suche nach originellen Hörgenüssen ein Muß!“

Klang doch gut! So radelte ich also weiter zum hiesigen Plattenladen, und tatsächlich, dort gab es das besagte Album.

Die Chance, direkt vor Ort in das Album reinzuhören, ließ ich mir nicht nehmen. Immerhin wollten 12 Songs mit knapp 1 Stunde Laufzeit erforscht werden.

Ich weiß noch genau, wie ich jeden Song nur kurz anspielen musste, um zu wissen, dass er mir gefällt. Am Ende saß ich voller Erfurcht mit dem Kopfhörer in der „Reinhör-Ecke“ des Plattenladens, und wusste, dass jeder einzelne Song auf dem Album ein absoluter Hit ist. Die Platte hat nicht einen einzigen auch nur etwas schwächeren Song. Das ganze Album ist perfekt. Perfekt!

Bis heute ist „Tribe After Tribe“ mein liebstes Album. Und ich weiß schon jetzt, dass es in meiner kleinen Welt kein Album geben wird, dass mir jemals so viel geben wird wie dieses Meisterwerk.

Was das mit diesem Blog zu tun hat? Das deckt vielleicht Teil II auf .. :-)



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